
Auf den folgenden Seiten können Sie sich über alles Wissenswerte zu unserem Haus informieren. Wenn Sie Fragen haben, helfen wir Ihnen gerne weiter:
Das im Dezember 1966 eröffnete Ignatius-Lötschert-Haus gehört der Kongregation der Barmherzigen Brüder von Montabaur. In mehreren Modernisierungschritten wurde das Haus in den 80er, 90er Jahren und in 2010 den heutigen Erfordernissen moderner Altenpflege angepasst.
Das Seniorenheim mit Kurzzeitpflege und Fachbereichen für demenziell veränderte Menschen, liegt im landschaftlich wunderschönen südlichen Teil des Westerwaldes, nur jeweils 12 km von Montabaur und Nassau sowie 25 km von Limburg oder Koblenz entfernt. Siehe Straßenkarte und Anfahrt. Das Seniorenheim gehört zur Gemeinde Horbach, grenzt aber direkt an den Ortsrand der Nachbargemeinde Gackenbach.
Die Wohnbereiche des Ignatius-Lötschert-Hauses wurden mit neuen Namen ausgestattet. Hier erfahren Sie alles Wissenswerte und Interessante zu den Namenspatronen.
Katharina Kasper war als Tochter eines Bauern zur Welt gekommen. Sie gründete mit vier weiteren Frauen einen Verein zur häuslichen Krankenpflege, aus dem 1851 die Genossenschaft der Dernbacher Schwestern „Arme Dienstmägde Jesu Christi“ entstand. Katharina nahm den Ordensnamen Maria an, sie leitete den Orden als erste Generaloberin. Der Orden weitete seine Aufgaben auf die Lehre aus und breitete sich schnell in vielen Ländern aus, bis hin zu den USA; er wurde 1890 von Papst Leo XIII. bestätigt. Beim Tod der Gründerin zählt die Kongregation 2000 Schwestern, 1936 schon über 4000; heute wirken rund 1000 Schwestern als Arme Dienstmägde Jesu Christi in Deutschland, Holland, England, Indien, den USA, Mexiko und Brasilien. Es ist die erste Selige des Bistums Limburg. Unsere Gemeinschaft, die Barmherzigen Brüder von Montabaur, wurde 1856 gegründet mit der Einkleidung von Bruder Ignatius Lötschert und seiner Gefährten in der alten Hauskapelle der Dernbacher Schwestern. Es ist mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass die Gründerin Katharina Kasper dabei anwesend war, zumal sie in einem Brief Bruder Ignatius unseren Gründer bezeichnet. Somit sind wir, die Barmherzigen Brüder von Montabaur, in gewisser Weise mit den Schwestern verbunden. Dies ist auch der Grund warum wir einen Wohnbereich nach ihr benennen und ich bin sicher, dass sie uns eine liebevolle Helferin im Himmel ist.
Die Namensgebung des Wohnbereichs „St. Katharina“ findet am Dienstag, 11.10.2011 nach der heiligen Messe statt.
Nikolaus Groß wurde am 30. September 1898 in Niederwenigern (heute Stadtteil von Hattingen) als Kind einer Arbeiterfamilie geboren. Nach dem Besuch der Volksschule arbeitete er in einer Metallfabrik und begann 1915 eine Lehre im Bergbau. In der Zeit als Bergmann bildete er sich fort und wurde 1917 christlich-sozialer Gewerkschafter, 1918 Mitglied der Zentrumspartei. 1923 heiratete er Elisabeth Koch; aus ihrer Ehe gingen sieben Kinder hervor. Im gleichen Jahr wurde er Gewerkschaftssekretär und 1927 Redakteur und bald schon Hauptschriftleiter der „Westdeutschen Arbeiter-Zeitung“, der KAB-Verbandszeitschrift in Köln, die später in „Ketteler-Wacht“ umbenannt wurde. In vielen Artikeln bezog er Stellung gegenüber der NSDAP. Nach dem Verbot der Zeitung (1938) verfasste er Broschüren, die eine hohe Auflage erreichten, und hielt Vorträge in den KAB-Vereinen. Über den Jesuitenpater Alfred Delp kam er in Kontakt zum oppositionellen „Kreisauer Kreis“ und wurde Verbindungsperson zum ähnlich orientierten „Kölner Kreis“, dem er bereits angehörte. Nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 wurde er verhaftet, ins Konzentrationslager Ravensbrück, später in die Strafanstalt Berlin-Tegel eingeliefert, verhört und am 15. Januar 1945 vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt. Gefasst, gläubig auf Gott vertrauend und im Gebet und im Zeichen ergreifender Briefe eng mit seiner Familie verbunden ging Nikolaus Groß seinen Weg bis zur Hinrichtung am 23. Januar 1945 in Berlin-Plötzensee. Sein Leben und sein Tod sind Ausdruck christlicher Weltverantwortung und der Bereitschaft, dafür alles zu geben. Am 7. Oktober 2001 hat Papst Johannes Paul II. Nikolaus Groß in Rom selig gesprochen.
Der neue Selige wird uns sicher ein Helfer im Himmel sein, da er besonders an den Sorgen der Menschen teilgenommen hat. Für die Generation, die in unserem Haus lebt, ist er ein Vorbild und ein bedeutender Hinweis, dass es in der Zeit des Nationalsozialismuses auch Menschen gab, die sich diesem System widersetzten.
Die Namensgebung des Wohnbereichs „St. Nikolaus“ findet am Donnerstag, 13.10.2011 nach der heiligen Messe statt.
Erminio Filippo Pampuri, geboren am 2. August 1897 in dem kleinen italienischen Dorf Trivolzio, hat es als Frater Richard in besonderer Weise verstanden, in seinem sehr kurzen Leben – er starb als 33-Jähriger -Medizin und Nächstenliebe zu verbinden.
Als er 1915 in Pavia als 18jähriger sein Studium aufnimmt, ahnt er noch nicht, dass er es erst sechs Jahre später abschließen kann. Der Krieg, in dem er zur Sanitätsabteilung der italienischen Streitkräfte eingezogen wird, zwingt ihn zu einer längeren Pause. Doch gleich nach dem Krieg packt er’s an und schließt seine Promotion mit Auszeichnung ab.
Danach zog es ihn aufs Land. Er übernahm eine Landarztpraxis im Dorf Morimondo. In dreifacher Hinsicht war Bruder Richard dort engagiert: Er war Arzt und behandelte viele Arme auch umsonst. Er war Sozialarbeiter, sammelte Kleider und verteilte Lebensmittel. Und er war engagierter Christ: Er warb bei Kaufleuten um finanzielle Unterstützung für eine Kirchenzeitung, wirkte als Küster in der Kirche und gründete eine Musikkapelle, um die Menschen mehr für den Gottesdienst zu interessieren.
Trotz seiner sprichwörtlichen Selbstlosigkeit hatte er einen Wunsch, der ihm keine
Ruhe ließ: Gott ganz gehören und sich ihm ganz schenken. Es verwundert deswegen nicht, dass er 1927 dem Orden der Barmherzigen Brüder beitritt. Viel Zeit bleibt ihm nicht mehr: Eine schwere Lungenentzündung zwingt ihn 1929, seine
Tätigkeit enorm einzuschränken. Sein Gesundheitszustand verschlechtert sich daraufhin fortschreitend. Er stirbt am 1. Mai 1930.
Viele Gläubige sehen in Richard Pampuri noch heute den Fürbitter bei Gott in ihrer Krankheit. Ein Arzt, der heute Vorbild sein sollte für seine Kollegen. Er hatte
das, was viele Patienten vermissen: Die nötige Zeit und viel Verständnis. Er wurde
am 1. November 1989 heilig gesprochen.
Auch für uns soll er ein Vorbild und auch ein Helfer im Himmel sein für die Menschen, die hier in unserem Haus leben, wohnen und arbeiten.
Am 04. Mai ist sein Gedenktag und somit für den Wohnbereich „St. Richard“ ein
Namenstag, den man besonders gestalten sollte.
Die Namensgebung von Wohnbereich „St. Richard“ findet am Montag,
10.10.2011 nach der heiligen Messe statt.
Der Dichter Paul Claudel beschreibt einmal, warum er eines Tages eine Kirche in Paris besucht hat: „... Mitten am Tag. Ich sehe die Kirche offen. So trete ich ein. Du, Mutter unseres Herrn, ich komme nicht , um zu beten. Nichts habe ich anzubieten, nichts auch zu erflehen. Ich komme nur, um dich anzusehen. „Dieser Dichter fühlte sich wie viele seinesgleichen vom Bild „Unserer Lieben Frau“, der Mutter unseres Herrn, angezogen. Er spürte beim Schauen auf Maria, was die Zuwendung Gottes aus einem Menschen gemacht hat. Sicher erspürte der Dichter auch, wozu Maria, die einfache Frau aus Nazareth, durch die Kraft des Heiligen Geistes befähigt worden war: Sie hat Gott in Jesus Christus zur Welt gebracht. Nicht nur eine neue Idee von Gott verdanken wir ihr, sondern wir verdanken ihr Gott in Jesus leibhaftig. Wer Maria recht anschaut, wird bald Christus in seinen liebenden Blick bekommen. Denn aus dem Dunkel der Geschichte erstrahlt die Gestalt Mariens ja nur, weil „die Sonne der Gerechtigkeit“ ihre Strahlen auf diese Frau geworfen hat. Mariens Bild strahlt durch die Jahrhunderte, weil Christus sie beleuchtet und mit seinem österlichen Licht Maria umgibt. Wir werden bei richtigem Hinsehen auf die Gottesmutter bald merken, dass Maria nicht nur ein schönes Beiwerk des Lebens Jesu ist, ein liebliches Ornament seines menschlichen Daseins. Maria macht uns Jesus Christus nicht bloß menschlicher und sympathischer. Maria bezeugt auch nicht nur die Tatsache, dass der Gottessohn eben auch ein ganzer Mensch ist. Maria ist zum lebendigen Zeichen geworden, wie die neuschaffende Kraft des Heiligen Geistes den Menschen wiederherstellen und heilmachen kann.
Weil wir ihre Hilfe und ihren mütterlichen Beistand brauchen, wollen wir einen Wohnbereich nach ihr benennen. Ich bin sicher, dass sie für alle, die dort leben und arbeiten, eine Helferin ist in den vielen Anliegen die wir haben. Am 12. September feiert die Kirche den Gedenktag „Maria Namen“. So wird der Wohnbereich diesen Tag in besonderer Weise begehen.
Namensgebung Wohnbereich „St. Marien“ Freitag, 07.10.2011 (Gedenktag der Königin vom Heiligen Rosenkranz) um 16.00 Uhr vor der heiligen Messe.